Asteya – Ein Leben in Fülle



Der Schlüssel zum Reichtum liegt nicht in dem was wir haben,
sondern in dem was wir geben.


Photo by Jeremy Bishop on Unsplash.jpg

Wenn wir erkennen, dass wir genug sind, so wie wir sind.
Wenn wir darauf vertrauen, dass wir in der Lage sind unser Leben selbst zu kreieren,
ohne Opfer der äußeren Umstände zu sein.
Wenn wir das, was jetzt gerade ist, wertschätzen.
Wenn Dankbarkeit keine bloße Übung mehr ist, sondern eine Lebensweise, dann …

… gibt es für uns keinen Grund zu nehmen,
was uns nicht gehört.

Nicht von anderen,
nicht von der Welt
und nicht von uns selbst.

Asteya (Nicht – Stehlen), das Prinzip der Fülle,
lädt uns dazu ein, die kleinen Alltagsmomente
näher zu betrachten.
Die flüchtigen Augenblicke in denen wir nehmen,
ohne zurückzugeben.
Nicht immer müssen es materielle Dinge sein.


Worum geht es denn bei dem Prinzip von Asteya
also nun genau?



Ein paar Beispiele:

Habt ihr auch schon einmal etwas erzählt und seid dabei immer wieder ausgebessert oder gar unterbrochen worden?
Wolltet ihr von etwas berichten und jemand anderer hat das Thema an sich gerissen, mit dem Ergebnis, dass ihr plötzlich Zuhörer eurer eigenen Geschichte wurdet?
Habt ihr vielleicht selbst schon einmal jemanden unterbrochen und bewusst oder unbewusst dafür gesorgt, dass sich das Gespräch um euch dreht?
Habt ihr einmal jemandem den Moment „gestohlen“, weil ihr auf euch aufmerksam machen wolltet?

Oder die Sache mit den vollen Terminkalendern …
Angefärbelte, vollgekritzelte Fensterchen, mit denen wir prahlen.
Ein voller Terminkalender ist Sinnbild dafür, wie wichtig wir sind. Wie wichtig das ist, was wir tun.
Es zeigt, dass wir genug tun. Das wir genug sind.
Durch unsere ständige Geschäftigkeit, unser Beschäftigt-sein, berauben wir uns selbst der Möglichkeit Erlebtes zu integrieren.
Erfahrungen rauschen an uns vorbei. Sie können sich nicht setzen, können kein Teil von uns werden, denn wir sind viel zu sehr damit beschäftigt weiter zu eilen. Zum nächsten. Oder vielleicht sogar schon zum Übernächsten.
Wir berauben uns selbst der Chance, den Reichtum, der dem Erlebtem innewohnt, zu für uns selbst zu integrieren.

Noch etwas, in dem sich der eine oder andere vielleicht wiederfindet …
Vergleicht ihr euch manchmal?
Versucht ihr so zu sein wie andere?
Was dadurch passiert ist - wir nehmen uns die Möglichkeit einzigartig zu sein. Ganz wir selbst zu sein.

Oooder … habt ihr auch schon einmal so viel Essen eingekauft, dass ihr am Ende der Woche Lebensmittel wegwerfen musstet, weil sie schlecht geworden sind?
Kennt ihr die Sache mit dem zu viel auf den Teller häufen?
Die Geschichte mit den heillos überfüllten Kleiderschränken und Wohnungen?
Der Wagen, der mehr Sprit schluckt, als ein Wüstenkamel Regenwasser?
Habt ihr auch schon genommen, nicht nur ohne zurückzugeben, sondern ohne überhaupt zu brauchen?
Energie, Wasser, Nahrung, Kleidung, …
Wir „nehmen“ nicht nur von dieser Welt, wir „nehmen“ auch von zukünftigen Generationen. Alle Ressourcen, mit denen wir verschwenderisch umgehen, sind Formen von Reichtum, die unsere Kinder vielleicht nicht mehr erleben werden.
Durch unser unbewusstes Handeln und Konsumieren rauben wir zukünftigen Generationen die Chance auf eine reiche Zukunft.

In all den oben genannten Beispielen, finden wir in Asteya eine Einladung, ein Bewusstwerden.
Astyea ist die Chance, unseren Fokus zu ändern und sich all des Reichtums bewusst zu werden, der bereits Teil unseres Lebens ist.

All den oben genannten Beispielen wohnt ein einziger Gedanke inne.
Ein einziger Gedanke, der unser Tun und Handeln beeinflusst.
Ein Gedanke der, wenn wir ihn ziehen lassen, alles verändern kann…

Der Gedanke ist unglaublich simpel und vielleicht gerade deswegen in so vielen Bereichen unseres Lebens verankert:

„Es ist nicht genug.“

 

Kennt ihr das auch? Das Gefühl, dass es nicht genug ist?
Das Geld auf dem Konto,
das Auto vor der Tür,
die Klamotten im Schrank,
der Essensvorrat im Kühlschrank,
das eigene Aussehen,
die beruflichen Erfolge,
die Anzahl der Freunde,
die erreichten Ziele,
die persönlichen Errungenschaften,
….
Es ist einfach nie genug.

Und wir sehen uns um. Sehen das was wir wollen.
Im Besitz, Aussehen, im (vermeintlichen) Reichtum, … von anderen.

Wir fangen an zu vergleichen, fühlen uns leer und versuchen daraufhin
diese Leere zu füllen.
Wie? Indem wir mehr nehmen als wir brauchen.
Von uns selbst, von anderen, von unserer Welt.

Der Weg aus diesem Schlamassel, ist genauso denkbar simpel wie der Weg hinein:



Der Weg ist Dankbarkeit.


Photo by Samuel Zeller on Unsplash.jpg

Dankbarkeit für den Reichtum in unserem Leben. Jetzt und in diesem Moment.
Das Dach über dem Kopf. Das Auto vor der Tür. Der gefüllte Kühlschrank. Das fließende Wasser.
Unseren Körper und all das, das wir durch und mit ihm erleben dürfen.
Die Menschen um uns und die Erfahrungen, die wir mit ihnen teilen, …
 
Dankbarkeit ist der Schlüssel zu Zufriedenheit.

Wer zufrieden ist, für den gibt es keinen Grund zu „stehlen“.
Wir brauchen nicht mehr zu horten, nicht mehr zu vergleichen, nicht mehr zu streben.



Alles ist bereits da. Wir leben ein Leben in Fülle. Genau jetzt in diesem Moment.


Dankbarkeit für das was ist
und der Glaube an sich selbst, das ist Reichtum.
Wer sich seines eigenen Reichtums bewusst ist, ist auch in der Lage zu geben.

Wer sich reich fühlt, der kann unterstützen. Kann zuhören.
Kann bewusste Entscheidungen treffen, die nicht nur dem eigenen Wohl dienen,
sondern auch dem der Mitmenschen und unserer Welt.

Untenstehend findet ihr ein paar Übungen für diese Woche.
Ideen, mit denen ihr spielen und experimentieren könnt.
Vielleicht machen sie euch auf gewisse Bereiche eurem Leben aufmerksam.
Vielleicht bereichern sie die eine oder andere Situation eures Alltags.
Anstatt etwas zu kreieren, sind sie viel mehr eine Erinnerung an das, das schon da ist.
Ein aufmerksam machen auf den Reichtum, in unserem Leben.



„Lebe dein Leben so, dass es sich im Inneren gut anfühlt
und nicht so, dass es von außen gut aussieht.“ VS“

 


Ein paar Inspirationen:


1)

Dankbarkeitsübung.


Nimm vor dem Einschlafen ein kleines Büchlein zur Hand (Handy oder Notizblock tuns auch)
und schreib 3 Dinge auf, für die du an diesem Tag besonders dankbar warst.

Der Frühstückskaffee, das Telefonat mit einer Freundin, ein paar Minuten Zeit, um im Lieblingsbuch zu blättern, …

Schreib auch auf, warum du gerade dafür besonders dankbar bist. Warum es dich glücklich macht.
Du brauchst nicht mehr als 5 Minuten für diese Übung aufzubringen. Das ist vollkommen ausreichend.
Wer es schafft diese Übungen, so wie das tägliche Zähneputzen, zur Routine werden zu lassen, der wird sehr bald über all den Reichtum in seinem Leben staunen.


2)

Zu Besuch …


Versucht, ein paar Tage in dem Bewusstsein zu verbringen, ihr wärt hier auf Urlaub.
Lebt wie ein Besucher und nicht wie der Besitzer eures Lebens.
Nichts gehört wirklich euch. Aber das was euch geborgt wird, dürft ihr aus vollen Zügen genießen.

Den Reichtum eines gefüllten Einkaufswagens,
die volle Badewanne,
der neue Laptop, …

Werdet euch der Fülle bewusst und genießt sie mit Dankbarkeit.


3)

Etwas zurückgeben.

Vielleicht möchtet ihr ehrenamtlich helfen.
Recycelt.
Spendet Kleidung, die ihr nicht mehr benötigt.
Kauft nur so viel, wie ihr essen könnt oder gebt das, was ihr zu viel an Essen habt, an jemanden weiter.
Zahlt einen Kaffee für die Person in der Schlange hinter euch.
Haltet jemandem die Tür auf.
Schenkt ein Lächeln.
… es braucht nichts Großes zu sein.
Oft sind es die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen.


4)

Holt euch immer mal wieder zurück in die Gegenwart.

Wenn wir durch den Wald spazieren und bemerken, dass die Bäume uns Schutz vor der Sonne oder dem Regen spenden. Dass sie uns frische Luft und Leben schenken. Warum sollten wir dann nicht liebevoll und achtsam mit der Natur umgehen wollen?

Seid aufmerksam für all das, was euch in jedem Moment geschenkt wird.
Dann wird es mit einem Mal so viel leichter, auch etwas zurückzugeben.  


5)

Seid gut zu euch selbst.

Lasst das mit dem Vergleichen.
Nehmt eine kleine, simple Affirmation mit in euer Leben, in euren Alltag:



Es ist genug.

Ich bin genug.

So wie ich bin, bin ich gut.


„Ich bin gerade wie ich bin,
weil ich mich genau jetzt so brauche.“ VS“


*AllesLiebe,
Marina ღ